Der Schulhof

Unser Schulhof ist klein, aber bei den Kindern im "Viertel" auch nachmittags beliebt...

Unser Schulhof ist fertig! Es gibt neue Schaukeln und einen neuen Fußballplatz. Auf diesem Platz sind immer Röwelöwen!

Das Sport- und Bewegungskonzept der Grundschule Röwekamp

"Unsere Schule hat keine Turnhalle" oder: "Warum Röwelöwen trotzdem fit sind"

 

Unsere Ausgangslage:


Die Verlässliche Grundschule Röwekamp ist eine zweizügige Schule (8 Klassen) in der Gertrudenstraße (Ziegelhofviertel) in Oldenburg. Zur Zeit besuchen 176 Kinder den Unterricht. Am Nachmittag gibt es die Möglichkeit den der Schule angeschlossenen Hort bis 17.00 Uhr zu besuchen.

Unsere Schule ist in einem schönen, denkmalgeschützten Gebäude untergebracht, das seit 2009 einen Anbau für Veranstaltungen erhalten hat.

Das Problem der Schule ist es, viele Kinder auf sehr kleinem Raum beschulen zu müssen. Das betrifft sowohl die Klassen- und Fachräume als auch besonders den Schulhof.

Da es keine der Schule angeschlossene Sporthalle gibt, müssen alle Klassen „wandern". Dafür stehen die Sporthallen Heiligengeisttor und Lindenhofsgarten

im notwendigen Umfang zur Verfügung. Eine Freifläche befindet sich nur hinter der Sporthalle Lindenhofsgarten. Diese ist allerdings in einem schlechten Zustand.

Unsere Ziele

Kinder brauchen Bewegung in mehrfacher Hinsicht:

- als Grundbedürfnis und Ausdruck von Lebensfreude. Sie ist für eine gesunde emotionale Entwicklung unentbehrlich;

- für die Entwicklung aller Körperfunktionen und die gesunde körperliche Entwicklung;

- als kindliche Form der Auseinandersetzung mit der Umwelt. Daraus ergeben sich vielfältige Anreize für die kognitive und soziale Entwicklung.

Im Rahmen schulischer Bildung soll Bewegung, Spiel und Sport

- grundlegende motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln;

- zu gesunder Lebensführung anleiten, das Sozialverhalten prägen und Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung anbieten;

- zu einer bewegungsgeleiteten sinnesaktiven Erschließung der Welt beitragen.

Unser Problem

Das notwendige Bewegungsangebot für Grundschulkinder können wir nur eingeschränkt anbieten!

Der Sportunterricht leidet zeitlich unter den zurückzulegenden Wegstrecken. Durch die Notwendigkeit, zwei Sporthallen grundschulgemäß ausstatten zu müssen, fehlen Materialen und Sportgeräte. Eine Freifläche für Kernthemen des Sportunterrichts (z.B. Leichtathletik) fehlt gänzlich.

Der Schulhof ist für die tägliche Bewegungszeit in den Pausen zu klein, besonders beliebte Angebote (z.B. Fußball, Einradfahren) sind kaum möglich. Es fehlen die geeigneten Geräte um Bewegungsanreize für die Kinder zu schaffen.

Im Schulgebäude und besonders in den Klassenräumen ist kein Platz für die so wichtige tägliche Bewegungszeit im Unterricht.

Unser Konzept

Innerhalb des Schulvormittags haben wir folgende Vorkehrungen getroffen, um auf das eingeschränkte Bewegungsangebot zu reagieren:

- angeleitete Bewegungspausen innerhalb der Unterrichtsblöcke;

- Ausweitung der Stundentafel in Klasse 2 und 3 auf drei Unterrichtsstunden Sport/Schwimmen;

- Angebote im Projektband der Schule zum Thema Sport/Bewegung;

- Einrichtung eines Spielekellers mit Sportgeräten zur Ausleihe in den Pausen;

- Durchführung verschiedener Spiel- und Sportfeste in den Sommermonaten;

- Planung und Durchführung der Fußballturniere für alle Oldenburger Grundschulen (Mädchen und Jungen).

 

Seit einiger Zeit bieten wir unseren Kindern mit großem Erfolg Nachmittagsangebote im Bereich Sport und Bewegung an. Diese Angebote sind teilweise kostenlos, wenn sie als Kooperation Schule – Sportverein über die Landesschulbehörde beantragt werden. Teilweise müssen die Angebote aber auch über die Eltern finanziert werden. Angebote gab es bereits in den Bereichen Fußball, Leichtathletik, Ringen, Anfängerschwimmen oder Selbstverteidigung für Kinder. Wir sind immer daran interessiert, Kooperationspartner zu gewinnen, die uns im Schulvormittag oder am Nachmittag unterstützen können.

Unsere Fitnesstage

Um in Kontakt mit außerschulischen Partnern zu treten und eine Zusammenarbeit arrangieren zu können, führten wir vom 3. bis 5. Juni 2009 erstmals die „Röwelöwen-Fitnesstage" durch. Alle Kinder sollten aus einem reichhaltigen Angebot aus den Themenbereichen

- Sport und Bewegung

- Körpererfahrung, Wahrnehmung und Entspannung

- Gesunde Ernährung

- Gesundheit und Sicherheit

drei Angebote wählen. Unser Ziel war es dabei, den Kindern Anregungen zu einer gesunden Lebensweise zu geben. Durch das Ausprobieren ihnen unbekannter Sportarten sollen sie für außerschulische Aktivitäten in Sportvereinen angeregt werden.

Die Fitnesstage waren ein großer Erfolg und sollen in regelmäßigen Abständen (zweijährig) wiederholt werden.

Unser Wunsch

Wir wollen unseren Schulhof so umgestalten, dass die Bewegungsbedürfnisse von Grundschulkindern stärkere Berücksichtigung finden. Dazu hat sich eine Gruppe aus Eltern, Schulleitung, Kollegium und Hort gebildet, die sich konkret mit Planung und Durchführung dieser Umgestaltung befasst (siehe Anlage).

Grundlage der Planungen sind eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern sowie eine Untersuchung durch eine Studentengruppe der Universität Oldenburg zur Ist-Situation auf dem Schulhof. Die aktuelle Planung soll in Rücksprache mit der Schülerschaft unserer Schule erfolgen.

Die Stadt Oldenburg engagiert sich in der Umsetzung der einzelnen Bauabschnitte. Die finanzielle Unterstützung reicht aber bei weitem nicht aus um die gewünschten Spielgeräte anzuschaffen bzw. Spielplätze zu gestalten.

Daher sind wir auf Sponsoren angewiesen, die uns bei der Anschaffung der Spielgeräte für Teilbereiche des Schulhofs unterstützen. Diese Teilbereiche möchten wir dann gemeinsam mit den Sponsoren ihrer Bestimmung übergeben.

Die konkrete Planung

Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 beschäftigt sich eine aus Elternschaft und Schulleitung gebildete Gruppe mit der konkreten Planung der Umgestaltung des Schulhofs. Dabei wurde der Schulhof in verschiedene Funktionsbereiche eingeteilt:

Funktionsbereich 1: Rollen und Gleiten

Funktionsbereich 2: Ruhezone

Funktionsbereich 3: Bewegen an Geräten

Funktionsbereich 4: Ballspiele

Im Funktionsbereich 1 soll eine abgegrenzte, ebene Fläche zur Nutzung mit Einrädern, Inlinern, Skateboards, Pedalos etc. enstehen.

Im Funktionsbereich 2 soll ein mit Naturmaterialien ausgestalteter Ruheraum entstehen, der im Sommer auch für unterrichtliche Zwecke genutzt werden könnte.

Im Funktionsbereich 3 soll eine Bewegungslandschaft entstehen, die die grundlegenden Bewegungsfertigkeiten der Kinder herausfordert und fördert.

In Funktionsbereich 4 soll die Fläche entstehen, die unterschiedliche Ballspiele ermöglicht.

Für die Funktionsbereiche 1 und 2 liegen konkrete Pläne vor, die in den Sommerferien 2011 umgesetzt werden sollen.

Das Kostenvolumen beläuft sich auf rund 13000 Euro.